Über das Projekt

Der Projektname INTERPART steht für „Interkulturelle Räume der Partizipation“. Das Forschungsvorhaben untersucht über einen Zeitraum von drei Jahren, was getan werden kann, damit mehr Zugewanderte und Bewohner*innen mit Migrationshintergrund ihre Sichtweisen zur Zukunft ihrer Stadt einbringen. Was verhindert bisher, dass sie sich aktiver beteiligen? Was müssen Institutionen wie kommunale Politik und Verwaltung verändern, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besser einzubinden? Und welche Rolle können soziale Medien und Online-Dienste (u.a. Instagram, Whats App)  dabei spielen?

Um diese Fragen möglichst umfassend zu erforschen, arbeiten sechs Partner gemeinsam in dem Projekt: zwei Universitäten, zwei Kommunen und zwei Planungsbüros. Als beispielhafte Untersuchungsräume dienen die Städte Berlin und Wiesbaden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Vorhaben.

Ausführliche Informationen zu Thema und Ziel von INTERPART erhalten Sie im Mission Statement des Projektteams!

Informations-Artikel

FAQ

Was ist INTERPART?

INTERPART – Interkulturelle Räume der Partizipation – ist ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Das Projekt hat das Ziel, Beteiligungsformate für die Stadtentwicklung interkulturell weiterzuentwickeln, um Vielfalt in der Stadtentwicklung zu unterstützen. D.h. es sollen sich möglichst viele Stadtbewohner*innen – mit und ohne Zuwanderungsgeschichte – an Diskussionen über die zukünftige Entwicklung ihrer Städte aktiv beteiligen, ihre Wünsche und Meinungen äußern und darüber miteinander ins Gespräch kommen. Wissenschaft und Praxispartner aus Stadtplanung und Verwaltung untersuchen, welche Rolle soziale Medien und Online-Dienste dabei spielen können. In Berlin und Wiesbaden sollen mit Hilfe des Forschungsformats „Reallabor“ konkrete Themen für eine erweiterte Teilhabe vieler unterschiedlicher Stadtbewohner*innen gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden.

Warum gibt es dieses Projekt?

Kulturelle Vielfalt in der Stadtentwicklung soll normal werden. Derzeit sind viele soziale und ethnische Gruppen in Beteiligungsverfahren unterrepräsentiert. Es soll deshalb erforscht werden, welche Strukturen und Bedingungen Menschen mit Migrationshintergrund brauchen, um die Entwicklung der Stadt aktiv zu gestalten. Die Ergebnisse sollen dann genutzt werden, um die Interessen möglichst aller Menschen in der Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Einbindung dieser Gruppen über soziale Medien und Online-Dienste gesetzt.

Wie lange dauert das Projekt?

INTERPART hatte seinen Startschuss im Juni 2018. Im März 2021 soll INTERPART mit einer wissenschaftlichen Abschlusskonferenz beendet werden.

Zunächst werden die Wissenschaftler*innen von INTERPART die derzeitige Ausgangssituation der stadtentwicklungspolitischen Teilhabe von Menschen mit Migrationserfahrung untersuchen. Darauf aufbauend, werden ab April 2019 gemeinsam mit Praxispartnern die Reallabore erprobt und umgesetzt. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Reallaborphase werden die gewonnenen Ergebnisse u.a. in einem Praxishandbuch für Kommunen veröffentlicht.

Was sind Reallabore?

Bei Reallaboren tauchen Wissenschaftler*innen direkt ins Leben ein und machen das Leben zum wissenschaftlichen Beteiligungsprojekt! Politik, Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft werden frühzeitig von den Forscher*innen in den Forschungsprozess miteinbezogen, um unter Realbedingungen innovative Lösungsansätze zu erhalten. INTERPART wird hierbei eng mit den Stadtverwaltungen von Berlin und Wiesbaden zusammenarbeiten und konkret soziale und ethnische Gruppen einbinden, die bisher in der Stadtentwicklung unterrepräsentiert waren.
„Labor“ bedeutet also in diesem Zusammenhang nicht, dass Wissenschaftler*innen in weißen Kitteln Experimente durchführen, sondern alle Beteiligten – auch Verwaltungsmitarbeiter*innen, Bewohner*innen, Gewerbetreibende, Spaziergänger*innen, Parknutzer*innen, Autofahrer*innen etc. – können und sollen die Forschungsaktivitäten in der Laborphase mitgestalten, eigene Impulse geben und ihre Interessen einbringen.

Was bedeutet Stadtentwicklung?

Der Begriff Stadtentwicklung bezeichnet den stetigen räumlichen und strukturellen Entwicklungsprozess einer Stadt. Derzeit stehen Städte und Kommunen vor großen Herausforderungen: Demographischer Wandel, Verkehrswende, Digitalisierung, aber auch die Integration einer vielfältigen Stadtgesellschaft treiben ständigen Wandel voran. Dabei setzen Politik und Verwaltung immer mehr auf die Hinweise und Ideen der Bürger*innen durch innovative Beteiligungsformate. INTERPART entwickelt dafür Formate, um die Meinungen und Hinweise unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen – mit und ohne Zuwanderungsgeschichte – besser in die Stadtentwicklung einzubinden.

Wer ist daran beteiligt?

INTERPART ist eine Kooperation folgender Partner*innen: Technische Universität Dortmund, Universität der Künste Berlin, Landeshauptstadt Wiesbaden, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, UrbanPlus Stadtforschung/Urbane Projekte/Moderation sowie Zebralog, Agentur für crossmediale Bürgerbeteiligung. Das Projekt wird zudem durch engagierte Bürger*innen mitgestaltet. Finanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Wie kann ich mich beteiligen?

Ab April 2019 geht INTERPART in die Städte! Berliner*innen und Wiesbadener*innen sind aufgefordert sich an Reallaboren zu beteiligen. Halten Sie sich auf der Website auf dem Laufenden.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus den Reallaboren werden sowohl für die weitere Verwendung in der Wissenschaft als auch für Städte und Kommunen in Form von lesefreundlichen Praxishandbüchern bereitgestellt. Darüber hinaus wird INTERPART im März 2021 zu einer Abschlusskonferenz in Berlin einladen, um die gewonnenen Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren.