Die Prinzipien von INTERPART

Ein intensiver Dialog mit allen Bewohner*innen einer Stadt ist eine wichtige Voraussetzung dafür, um eine vielfältige und lebenswerte Stadt zu entwickeln, die für viele eine Heimat ist. Das stärkt den Zusammenhalt von Städten und Nachbarschaften ebenso wie die Identität von Quartieren. Deswegen schafft INTERPART für Nachbar*innen unterschiedlicher Herkunft offene Angebote, sich gleichberechtigt über ihre Interessen im Quartier auszutauschen.

Um den Dialog bestmöglich zu gestalten, hat sich das Projektteam von INTERPART Prinzipien gegeben. Die gelten während des Forschungszeitraums für die gesamte Gruppe:

  1. Das Forschungsteam gestaltet Räume für einen interkulturellen Dialog. Dabei sind die Forscher*innen an allen Meinungen, Ideen und Perspektiven interessiert, die am Dialog teilnehmen. 
  2. Praxispartner aus der Verwaltung, aus der interkulturellen und der Stadtteilarbeit sowie die Bewohner*innen mit und ohne Migrationsgeschichte sollen in die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des Forschungsprojekts eingebunden werden.
  3. Dem Forschungsteam ist bewusst, dass gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsstrukturen (Gender, Diversity) wirksam sind. Sowohl innerhalb des Forschungsteams als auch im Forschungsfeld, den Städten. Diese Ungleichheiten werden in allen Arbeitsphasen und auch in den Reallaboren reflektiert.
  4. Das Team tritt für eine gewaltfreie Kommunikation auf Augenhöhe ein. Es werden kreative Ideen und Lösungen durch offene und vertrauensvolle Gesprächssituationen ermöglicht.
  5. Die Komfortzone wird verlassen. Wenn eine Sprache oder eine Meinung nicht verstanden wird, wird damit konstruktiv gearbeitet.
  6. Wissen zwischen unterschiedlichen Akteurs- und Bevölkerungsgruppen wird vermittelt. Dabei wird auf eine verständliche Sprache Wert gelegt.